Ausgebucht.
Seminar- und Workshoptermine für die erste Jahreshälfte alle vergeben
Wir haben für 2026 bereits eine Vielzahl Anmeldungen erhalten und können leider keine weiteren Anfragen für die erste Jahreshälfte annehmen. Hierfür bitten wir um Verständnis.
Die weiterhin steigende Nachfrage zeigt, welchen Stellenwert die Arbeit der KZ-Gedenkstätte Moringen seit vielen Jahren bei den Schulen im Landkreis Northeim sowie den angrenzenden Regionen bereits hat. Entdeckendes Lernen, individuelle Themenschwerpunkte und einen offene Gesprächsatmosphäre sind wesentlich für diesen Zuspruch – so wird es uns gespiegelt.
Leider sind aber unsere personellen Kapazitäten und auch die uns zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten begrenzt. Ebenso wollen wir weiterhin eigene Schwerpunkte entwickeln können. Deswegen müssen wir bereits jetzt Anfragen für die Monate bis zu den Sommerferien 2026 auf das nächste Schuljahr verweisen.
Sind sie auf der Suche nach einem Gedenkstättenbesuch mit ihren (Schul-)Klassen?
Wir finden gern Termine mit ihnen für Workshops ab dem 13. August 2026. Alternativ vernetzen wir Sie gern mit den Kolleg*innen anderer Bildungsorte, wie:
- Ausstellung: „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit/Südniedersachsen 1939 - 1945 (Göttingen)
- dem Museum Friedland zur Geschichte des Grenzdurchgangslagers Friedland (Friedland)
- dem Grenzlandmuseum Eichsfeld (Teistungen)
- Gedenkstätte Breitenau (Cuxhagen)
- Dokumentations- und Lernort Bückeberg Hameln
Bitte fragen Sie uns zu Führungen gerne an, aber auch hier sind die Kapazitäten bereits begrenzt.
13. Januar 2026
Termine für öffentliche Führungen der KZ-Gedenkstätte Moringen
Sie haben Interesse den Ort und seine Geschichte kennenzulernen? Melden Sie sich gern für eine öffentliche Führung an. Der Rundgang dauert, je nach Interessen und Schwerpunkten ca. 2h.
- Samstag, 31. Januar 2026 um 15:30 Uhr
- Freitag, 06. Februar um 15:30 Uhr
- Freitag, 13. Februar 2026 um 15:30 Uhr
- Freitag, 20.März 2026 um 15:30 Uhr
- Mittwoch, 25. März 2026 um 16:00 Uhr
- Freitag, 8. Mai 2026 um 15:30 Uhr
- Sonntag, 17. Mai 2026 Angebote zum Internationalen Museumstag
- Samstag, 23. Mai 2026 um 15:00 Uhr
Treffpunkt ist das Torhaus der Gedenkstätte, Lange Str. 58, 37186 Moringen.
Anmeldung erforderlich unter 05554/2520 oder per Email: info@gedenkstaette-moringen.de. Die Teilnahme ist kostenfrei, es besteht die Möglichkeit zu spenden.
Studienreise nach Oświęcim (Auschwitz) und Krakau 2026
Die KZ-Gedenkstätte Moringen bietet für junge Erwachsene (zwischen 17 und 25 Jahren) eine Studienreise nach Polen an.
Im Rahmen der Fahrt besuchen wir neben den Gedenkstätten in Auschwitz u.a. die Altstadt von Krakau und das Museum Schindler Fabrik.
Zeitraum: 12.09.-19.09.2026
Teilnehmerbeitrag: 300€
Zur Ausschreibung → Ausschreibung Studienfahrt Oswiecim 2026
3. Treffen der Generationen der KZ-Gedenkstätte Moringen



Vom 26.09. bis 28.09.2025 haben wir zum dritten Treffen der Generationen Angehörige von ehemaligen Häftlingen eingeladen. Zu diesem Anlass durften wir am 27.09. mit einer öffentlichen Führung auch auf dem sonst nicht zugänglichen ehemaligen KZ-Gelände unterwegs sein. Von einer Mitarbeiterin des Maßregelvollzugszentrums erfuhr die Gruppe, wie die Gebäude heute genutzt werden. Während des Treffens der Generationen gab es viele Möglichkeiten sich untereinander auszutauschen. Dabei entstanden viele interessante Gespräche, zwischen den Angehörigen von ehemaligen Häftlingen und Engagierten aus Moringen, die die ehemaligen Häftlinge beherbergt und bei Gedenktreffen kennengelernt hatten. Beim Erzähl-Café wurden Erinnerungen an Begegnungen mit den ehemaligen Häftlingen miteinander geteilt.
Das Treffen endete am Sonntagmorgen mit dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Moringen. Sowohl an dem Gräberfeld für die Toten des Jugendkonzentrationslagers als auch am Gräberfeld für die Zwangsarbeiter und „Displaced Persons“ wurden Blumen niedergelegt.
Foto oben links: Fabijan Benetik (Enkel von Ernst Blajs, der im Jugend-KZ inhaftiert war) legt ein Blumengesteck am Gedenkstein auf dem Friedhof ab (Foto: KZ-Gedenkstätte Moringen).
Foto oben rechts: Dieter Kömmler erzählt von seiner Großmutter Anna Krölke, die im Frauen-KZ inhaftiert war (Foto: Katrin Raabe).
Foto unten links: Gruppenfoto auf den Stufen der ehem. Kommandantur (Foto: Theo Wiese).
Die Lagergemeinschaft und Gedenkstätte KZ Moringen e.V. zeigt sich solidarisch mit dem Verein DIZ Emslandlager.
Das DIZ durch Kündigung der Büroräume aus der Gedenkstätte Esterwegen auszuschließen, ist ein Affront gegenüber der Zivilgesellschaft.
Wie die Moringer Lagergemeinschaft ist auch das DIZ aus dem Engagement ehemaliger Häftlinge und von Akteuren und Akteurinnen der Zivilgesellschaft hervorgegangen. Sie kämpften in den 1980er Jahren gemeinsam gegen die Mehrheit der deutschen Gesellschaft für ein würdiges Gedenken der Opfer der NS-Gewaltherrschaft. Ihr Wirken ermöglichte eine lebendige Erinnerungskultur in Deutschland.
Eine Einrichtung, wie das DIZ, die so sehr vom Wirken ehemaliger Häftlinge geprägt ist, aus der Gedenkstätte heraus zu drängen, ist gerade jetzt, wo das Ende der Zeitzeugenschaft Realität wird, eine Missachtung der Opfer der NS-Gewaltherrschaft.
Die Kündigung der DIZ-Büroplätze durch die kommunale Stiftung Gedenkstätte Esterwegen ist umgehend zurückzunehmen. Wir fordern die Verantwortlichen auf, das Engagement und die Integrität des DIZ Emslandlager vollumfänglich weiterhin zu würdigen und wertzuschätzen. Ohne das DIZ keine Gedenkstätte Esterwegen. Ohne die Zivilgesellschaft kein angemessenes, demokratieförderndes Gedenken.
Mattis Binner und Arno Schelle für den
Vorstand der Lagergemeinschaft und Gedenkstätte KZ Moringen e.V.
"Die Interessengemeinschaft Niedersächsischer Gedenkstätten fordert eine Rückkehr zur Kooperation auf Augenhöhe sowie die nachhaltige Sicherstellung der zivilgesellschaftlichen Strukturen in der Gedenkstätte Esterwegen.
Am 15. Mai 2023 wurde die Interessengemeinschaft Niedersächsischer Gedenkstätten darüber informiert, dass die Stiftung Gedenkstätte Esterwegen dem DIZ Emslandlager seine verbliebenen Büroplätze in der Gedenkstätte Esterwegen zum 15. Juni 2023 gekündigt hat. Mit dieser Kündigung wird der Existenz des DIZ in der Gedenkstätte Esterwegen jegliche Grundlage entzogen. Wir sind über diesen Schritt zutiefst erschüttert.
[…]
Unsere Aufforderung, die Kündigung zurückzunehmen, wurde von den Gremien der Stiftung Gedenkstätte Esterwegen abgelehnt, das DIZ als Konkurrenz am Ort gesehen. Dem halten wir entgegen: Das DIZ hat mit seinen Mitarbeiter_innen, seiner Sammlung und Expertise die Arbeit in der Gedenkstätte Esterwegen über neun Jahre maßgeblich geprägt und getragen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und geteilte Verantwortung von kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteuren in Gedenkstätten ist darüber hinaus vielerorts Legitimationsbasis und besondere Stärke der demokratischen Erinnerungskultur. Daher erneuern wir unsere Forderung: Wir erwarten allumfassende Bemühungen, die unabhängige Arbeit des DIZ vor Ort in der Gedenkstätte Esterwegen nachhaltig sicherzustellen, und fordern eine Rückkehr zu einer Kooperation auf Augenhöhe."
Die ganze Stellungnahme: Download der Stellungnahme vom 8. Juni 2023.pdf
Durch den aktuellen Krieg in der Ukraine sind viele Menschen in große Not geraten. Unter den Leidtragenden sind auch die Überlebenden nationalsozialistischer Verfolgung. Sie brauchen jetzt mehr denn je unsere Hilfe, damit lebenswichtige Grundlagen wie Wärme, Nahrung und medizinische Versorgung sichergestellt, aber auch Wiederaufbauarbeiten unterstützt werden können. Mit diesem Anliegen hat sich am 9. März 2022 ein Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine auf Initiative des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI gegründet.
Es besteht aus 47 Initiativen, Stiftungen, Erinnerungsorten und Gedenkstätten in Deutschland, die sich mit NS- Verbrechen beschäftigen und teilweise langjährige Kontakte zu Überlebenden der NS-Verfolgung, Fachkolleg*innen und Kooperationspartner*innen pflegen.
Mehr Informationen: https://hilfsnetzwerk-nsverfolgte.de/



