Willkommen auf der Website der KZ Gedenkstätte Moringen!


Hinweise zum Besuch der Gedenkstätte

Der Besuch der Gedenkstätte ist nur in Begleitung von Gedenkstättenpersonal möglich. Wir bieten regelmäßige Führungen an und organisieren auf Anfrage gerne individuelle Angebote.

Termine für öffentliche Führungen

Termine für öffentliche Führungen in der KZ-Gedenkstätte Moringen

  • Freitag, 28.06.2024 um 15:30 Uhr (Schwerpunkt auf das Frauen-KZ Moringen)
  • Freitag, 12.07.2024 um 15:30 Uhr
  • Samstag, 20.07.2024 --> die Führung muss leider ausfallen
  • Mittwoch, 24.07.2024 um 16:00 Uhr
  • Samstag, 03.08.2024 um 15:30 Uhr

Treffpunkt ist das Torhaus der Gedenkstätte, Lange Str. 58, 37186 Moringen

Anmeldung erforderlich unter 05554/2520 oder per Email: info@gedenkstaette-moringen.de

Sommerprogramm 2024

(Nicht nur) für Kurzentschlossene: Neben den Terminen für öffentliche Führungen bieten in der Zeit vom 24.06.2024 - 02.08.2024 jeweils am Montag und Mittwoch von 10-15 Uhr individuelle Besuchsmöglichkeiten an:

- Mi. 26.06.2024          - Mo. 01.07.2024

- Mi. 03.07.2024          - Mo. 08.07.2024

- Mi. 10.07.2024          - Mo. 15.07.2024

- Mi. 17.07.2024           - Mi. 24.07.2024

- Mo. 29.07.2024          - Mi. 31.07.2024

Treffpunkt: Torhaus der Gedenkstätte, Lange Str. 58, 37186 Moringen. Anmeldung unter 05554/2520 oder info@gedenkstaette-moringen.de

Vom 22.07.2024 - 23.07.2024 ist die Gedenkstätte geschlossen.

 


Ausstellung "Schwestern, vergesst uns nicht" zum Frauen-KZ Moringen

Im März 1934 wurde in Moringen das erste Konzentrationslager nur für Frauen eingerichtet. Es blieb bis 1938 das einzige seiner Art. Haftgründe waren politisches Engagement für die Kommunistische Partei, die Gewerkschaften oder Sozialdemokratie, ihr Glauben, ihre Sexualität oder die Verfolgung als Jüdinnen.

Wir nehmen das zum Anlass und stellen in der Ausstellung vier Frauen vor. Sie stehen exemplarisch für die Vielen die in Moringen KZ-Haft erlebt haben. Im Mittelpunkt steht Hedwig Regnart. Sie stand politisch links und engagierte sich gegen Faschismus und für Frauenrechte. 1936 kam sie nach drei Jahren Gefängnis und Isolationshaft in das Frauenkonzentrationslager nach Moringen. Ihre Erlebnisse in der Haft verarbeitete sie später in ausdrucksstarken Kohlezeichnungen.

Die Ausstellung „Schwestern vergesst uns nicht“ wird am 12. März 16:00 Uhr mit einem Rundgang und einer anschließenden Einführung durch die Kuratorin eröffnet.

Die Ausstellung ist anschließend bis 10. April immer donnerstags 16:00 – 18:00 Uhr und sonntags 14:00 – 16:00 Uhr für öffentliche Führungen geöffnet.

Zum Abschluss der Ausstellung beleuchtet der Kulturwissenschaftler Dr. Dietmar Sedlaczek das NS-Frauenbild und die unterschiedlichen Gründe der Verfolgung von Frauen.
10. April 19:00 Uhr Stadthalle Moringen.

Um Anmeldung wird gebeten:
Email: info@gedenkstaette-moringen.de
Tel.: 05554 2520

Am Osterwochenende ist die Ausstellung nicht zugänglich.
Die Ausstellung wird unterstützt von der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Northeim und der Stadt Moringen.


Kooperationsvereinbarung mit der Polizeiinspektion Northeim

Am 15. Februar wurde die Kooperationsvereinbarung zwischen der Polizeiinspektion Northeim und der KZ-Gedenkstätte Moringen unterzeichnet!

Unterschrieben wurde diese von Polizeidirektorin Maren Jäschke (Inspektionsleiterin der Polizeiinspektion Northeim) und Gedenkstättenleiter Stefan Wilbricht.Mit der Vereinbarung möchten beide Seiten die Zusammenarbeit sichtbar intensivieren und weiterentwickeln. Alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass mit dem Vertrag in Zeiten von demokratiefeindlichen Tendenzen ein wichtiges Signal gesendet wird. Die Polizeiinspektion Northeim verdeutlicht mit der Vereinbarung, dass sie sich ihrer Verantwortung für die Demokratiesicherheit bewusst ist und für diese einsetzt.
Seit 2022 werden in der KZ-Gedenkstätte regelmäßig Workshops mit dem Titel "Zwischen Demokratie und nationalsozialistischer Diktatur - Workshop über das polizeiliche Handeln in der Frühzeit der NS-Diktatur" von Mitarbeiter*innen der Polizeiinspektion Northeim wahrgenommen. Die Konzeption und Durchführung der Workshops übernahm Mattis Binner, Historiker und 1. Vorsitzender des Trägervereins, der Lagergemeinschaft und Gedenkstätte KZ Moringen e.V.
"Wir wollen aus der konkreten Ortsgeschichte heraus lernen warum Zivilcourage, Menschlichkeit und demokratisches Selbstverständnis fundamentale Werte der Polizeiarbeit seien müssen." sagt Mattis Binner über das Projekt.


Trauer um Detlev Herbst

Die KZ-Gedenkstätte Moringen und die Moringer Lagergemeinschaft trauern um Detlev Herbst.

Mit Detlev Herbst verbinden Gedenkstätte und Lagergemeinschaft eine jahrzehntelange Zusammenarbeit. Sie fand Ausdruck in zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen. Immer wieder lud Detlev Herbst ehemalige Häftlinge des Jugend-KZ, die im Rahmen der alljährlichen Gedenkfeiern aus Österreich, Polen, Slowenien und zahlreichen Orten der Bundesrepublik nach Moringen gekommen waren, nach Volpriehausen ein. Gemeinsam wurden die historischen Orte der Zwangsarbeit im Komplex der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt aufgesucht. Hierfür erfuhr Detlev Herbst den Dank der ehemaligen Häftlinge, mit einigen stand er über viele Jahre in engem und freundschaftlichem Kontakt.

Lange bevor es die 1989 gegründete Lagergemeinschaft gab, war die Aufarbeitung der Geschichte der Moringer Konzentrationslager auch sein Anliegen. In der aufgeheizten Stimmung um den Skandal der Moringer Stadtchronik im Jahr 1983 und der darin bagatellisierten Geschichte der Konzentrationslager, verfasste Detlev Herbst eine fünfteilige Artikel-Serie in der HNA und schuf so eine erste Chronik der Geschichte der drei Moringer Lager. Diese Veröffentlichungen riefen „drei wohlgelittene Bürger", wie Karl-Heinz Janßen später in der Wochenzeitung „Die Zeit“ schrieb, auf den Plan, die die Existenz der Konzentrationslager im Ort leugneten. Detlev Herbst wurde gedroht, sollte er nicht seine Aussagen widerrufen, würde eine Klage eingereicht. Er blieb standhaft. Detlev Herbst zeichneten viele Eigenschaften aus: Courage und Fachkenntnis gehörten dazu. Seine Sympathie und seine Verbundenheit galten den Opfern der NS-Diktatur.

Unsere Anteilnahme gilt seiner Ehefrau und seiner Familie.

Dr. Dietmar Sedlaczek (1999 bis 2023 Leiter der KZ-Gedenkstätte Moringen) für die Lagergemeinschaft und Gedenkstätte KZ Moringen e.V.


Trauer um Heinz Behrends

Das Team der Gedenkstätte und die Lagergemeinschaft trauern um Heinz Behrends.

Der frühere Superintendent des Kirchenkreises Leine-Solling war langjähriges Mitglied der Lagergemeinschaft und Gedenkstätte KZ Moringen e.V. Nach seinem Antrittsbesuch in der Gedenkstätte ist er der Lagergemeinschaft beigetreten. Wir haben ihn als Freund der Gedenkstätte sowie als klugen und engagierten Partner in der Gremienarbeit erlebt. Zuletzt konnte der Theologe unserer Einladung zur Mitgliederversammlung aufgrund einer Vakanzvertretung auf Langeoog nicht folgen.

Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und Freunden.

 

Stellungnahme der KZ-Gedenkstätte Moringen zu den Schmierereien am Heimatmuseum Moringen

In der Nacht zum 11. August 2023 wurde das Heimatmuseum der Stadt Moringen mit rechtsextremen und verfassungsfeindlichen Parolen und Symboliken beschmiert.

Die Lagergemeinschaft und KZ-Gedenkstätte Moringen sind erschüttert und verurteilen die rassistischen und menschenverachtenden Schmiereien am Heimatmuseum.

 

Vollständige Stellungnahme der KZ-Gedenkstätte Moringen als PDF:

Stellungnahme zu den Schmierereien am Heimatmuseum Moringen 17.08.2023.pdf



Die Lagergemeinschaft und Gedenkstätte KZ Moringen e.V. zeigt sich solidarisch mit dem Verein DIZ Emslandlager.

Das DIZ durch Kündigung der Büroräume aus der Gedenkstätte Esterwegen auszuschließen, ist ein Affront gegenüber der Zivilgesellschaft.
Wie die Moringer Lagergemeinschaft ist auch das DIZ aus dem Engagement ehemaliger Häftlinge und von Akteuren und Akteurinnen der Zivilgesellschaft hervorgegangen. Sie kämpften in den 1980er Jahren gemeinsam gegen die Mehrheit der deutschen Gesellschaft für ein würdiges Gedenken der Opfer der NS-Gewaltherrschaft. Ihr Wirken ermöglichte eine lebendige Erinnerungskultur in Deutschland.
Eine Einrichtung, wie das DIZ, die so sehr vom Wirken ehemaliger Häftlinge geprägt ist, aus der Gedenkstätte heraus zu drängen, ist gerade jetzt, wo das Ende der Zeitzeugenschaft Realität wird, eine Missachtung der Opfer der NS-Gewaltherrschaft.
Die Kündigung der DIZ-Büroplätze durch die kommunale Stiftung Gedenkstätte Esterwegen ist umgehend zurückzunehmen. Wir fordern die Verantwortlichen auf, das Engagement und die Integrität des DIZ Emslandlager vollumfänglich weiterhin zu würdigen und wertzuschätzen. Ohne das DIZ keine Gedenkstätte Esterwegen. Ohne die Zivilgesellschaft kein angemessenes, demokratieförderndes Gedenken.

Mattis Binner und Arno Schelle für den
Vorstand der Lagergemeinschaft und Gedenkstätte KZ Moringen e.V.

"Die Interessengemeinschaft Niedersächsischer Gedenkstätten fordert eine Rückkehr zur Kooperation auf Augenhöhe sowie die nachhaltige Sicherstellung der zivilgesellschaftlichen Strukturen in der Gedenkstätte Esterwegen.

Am 15. Mai 2023 wurde die Interessengemeinschaft Niedersächsischer Gedenkstätten darüber informiert, dass die Stiftung Gedenkstätte Esterwegen dem DIZ Emslandlager seine verbliebenen Büroplätze in der Gedenkstätte Esterwegen zum 15. Juni 2023 gekündigt hat. Mit dieser Kündigung wird der Existenz des DIZ in der Gedenkstätte Esterwegen jegliche Grundlage entzogen. Wir sind über diesen Schritt zutiefst erschüttert.
[…]
Unsere Aufforderung, die Kündigung zurückzunehmen, wurde von den Gremien der Stiftung Gedenkstätte Esterwegen abgelehnt, das DIZ als Konkurrenz am Ort gesehen. Dem halten wir entgegen: Das DIZ hat mit seinen Mitarbeiter_innen, seiner Sammlung und Expertise die Arbeit in der Gedenkstätte Esterwegen über neun Jahre maßgeblich geprägt und getragen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und geteilte Verantwortung von kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteuren in Gedenkstätten ist darüber hinaus vielerorts Legitimationsbasis und besondere Stärke der demokratischen Erinnerungskultur. Daher erneuern wir unsere Forderung: Wir erwarten allumfassende Bemühungen, die unabhängige Arbeit des DIZ vor Ort in der Gedenkstätte Esterwegen nachhaltig sicherzustellen, und fordern eine Rückkehr zu einer Kooperation auf Augenhöhe."

Die ganze Stellungnahme: Download der Stellungnahme vom 8. Juni 2023.pdf


Studienreise nach Oświęcim (Auschwitz) und Krakau

Die KZ-Gedenkstätte Moringen bietet für junge Erwachsene (zwischen 17 und 25 Jahren) eine Studienreise nach Polen an.

Zeitraum: 17.08.2024-24.08.2024

Teilnehmerbeitrag: 270€

Zur Ausschreibung:

Ausschreibung Studienfahrt nach Oswiecim (Auschwitz) und Krakau 2024


Durch den aktuellen Krieg in der Ukraine sind viele Menschen in große Not geraten. Unter den Leidtragenden sind auch die Überlebenden nationalsozialistischer Verfolgung. Sie brauchen jetzt mehr denn je unsere Hilfe, damit lebenswichtige Grundlagen wie Wärme, Nahrung und medizinische Versorgung sichergestellt, aber auch Wiederaufbauarbeiten unterstützt werden können. Mit diesem Anliegen hat sich am 9. März 2022 ein Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine auf Initiative des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI gegründet.

Es besteht aus 47 Initiativen, Stiftungen, Erinnerungsorten und Gedenkstätten in Deutschland, die sich mit NS- Verbrechen beschäftigen und teilweise langjährige Kontakte zu Überlebenden der NS-Verfolgung, Fachkolleg*innen und Kooperationspartner*innen pflegen.

Mehr Informationen: https://hilfsnetzwerk-nsverfolgte.de/

Aktuelles

Newsletter

Hier finden Sie den aktuellen Newsletter der KZ Gedenkstätte Moringen.

Veranstaltungsprogramm

Öffentliche Führung zu den Moringer Konzentrationslagern um 15:30 Uhr

Zwischen 1933 und 1945 war Moringen Standort von drei nacheinander bestehenden…

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Öffentliche Führung zum Frauen-KZ Moringen um 15:30 Uhr

Im November 1933 wurde in Moringen das erste Frauenkonzentrationslager der…

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Rundgang zum jüdischen Leben in Moringen um 16 Uhr

In Moringen gibt es heute keine jüdische Gemeinde mehr. Jedoch erzählen viele Gebäude vom…

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Presseartikel

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