KZ-Gedenkstätte Moringen

Mitten in der südniedersächsischen Kleinstadt Moringen bestanden zwischen 1933 und 1945 drei Konzentrationslager.

Moringen (ist) aufgrund seiner besonderen Geschichte ein Erinnerungsort mit exem- plarischem Charakter und von nationalem Rang. (F. Heiligenstadt)
Ich kann nur bewundern, dass sich heut´ junge Menschen dafür interessieren, was mit uns jungen Menschen damals geschehen ist. (K. Schindler)

In der KZ-Gedenkstätte Moringen arbeiten jugendliche Freiwillige gemeinsam mit ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen.

 

 

Wir nehmen uns Zeit, Ihren Besuch der Gedenk-stätte individuell zu planen. Gern beraten wir Sie auch über unsere ortsungebundenen Angebote.

Ich schätze besonders die engagierte Arbeit der Gedenkstätte mit Jugendlichen, um die Erinnerung an diesen Ort der Unterdrückung wachzuhalten. (S. Karnehm-Wolf)

Unser Archiv steht ehemaligen Häftlingen, Schülern und Forschenden offen. Eine
Datenbank erleichtert uns den Zugriff.

Anfragen von Angehörigen ehemaliger Häftlinge nehmen stetig zu. Schicksalsklärung ist ein wichtiges Feld unserer Arbeit. (D. Sedlaczek)

Neuigkeiten und Veranstaltungen

Pressemitteilung Initiativgruppe vom 28.11.2019

Moringen ist kein Resonanzraum für rechte Parolen

Stellungnahme vom 19.11.2019

Rechtsextreme in der KZ-Gedenkstätte Moringen

 

1939 - 2019 Der Beginn des Zweiten Weltkriegs Kriegs vor 80 Jahren

Der Luftangriff auf die polnische Stadt Wielun am 1. September 1939.

Moritz Tuch erinnert sich.

 

Ein Beitrag von Dietmar Sedlaczek

 

 

Donnerstag, 28. November 2019, 19.30 Uhr

1989 mal vier. Kontinuitäten, Brüche und Perspektiven in der Erinnerung an Nationalsozialismus, deutsche Teilung und Migration.

Es diskutieren Vertreter*innen des Museums Friedland, der KZ-Gedenkstätten Mittelbau-Dora und Moringen sowie des Grenzlandmuseums Eichsfeld.

Eine Veranstaltung des Verbunds Zeitgeschichte im Zentrum.

Ort: Grenzlandmuseum Eichsfeld, Duderstädter Straße 7-9, Teistungen

 

Freitag, 24. Januar 2020, 15 Uhr

Von der Demokratie zur Diktatur. Das Männer-KZ Moringen

Öffentliche Führung mit Hans Helms

Ort: KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Str. 58, Moringen

Am 11. April 1933 richteten die Nationalsozialisten in Moringen ein Konzentrationslager ein. Es gehörte zu den ersten Repressionsinstrumenten der sich etablierenden NS-Diktatur. Bei den Häftlingen handelte es sich um Männer aus der Arbeiterbewegung und der politischen Linken. Sie stammten aus dem Norddeutschen Raum, viele auch aus der Region zwischen Leine und Harz, u.a. aus Uslar, Hann. Münden, Hilwartshausen, Goslar, Bad Lauterberg, Osterode und Göttingen. Bis zum Sommer 1933 kamen die Wachmannschaften aus der Polizei, dann wurden sie von der SS abgelöst. Im Juni 1933 traten Häftlinge in einen Hungerstreik. Damit wollten sie nicht nur gegen die Bedingungen der Haft demonstrieren, sondern auch auf die Gesetzlosigkeit der Haft selbst hinweisen und zugleich ein rechtstaatliches Verfahren anmahnen. Zum Ende des Jahres 1933 wurden die Häftlinge in Polizeiaufsicht entlassen oder in andere Konzentrationslager überstellt. Auch nach dem Ende ihrer Haft haben sich viele von ihnen nicht einschüchtern lassen und zurückgezogen, sondern sind weiter politisch aktiv geblieben und entsprechend wiederholt Opfer von Verfolgung und Haft geworden, einige auch über 1945 hinaus. Zu den Besonderheiten des frühen KZ Moringen gehört auch, dass es eine Schutzhaftabteilung für Frauen gab, aus der im Oktober 1933 das Frauen-KZ Moringen hervorging.

 

Montag, 27. Januar 2020, 19.30 Uhr 

Katja Sturm-Schnabl. Eine Zeitzeugin und Wissenschaftlerin im interkulturellen Dialog. 

Ort: Altes Rathaus, Markt 9, Göttingen

Eine Veranstaltung des Göttinger Bündnisses "27. Januar. Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus".

1942 erlebte Katja Sturm-Schnabl als Kärntner Slowenin die Deportation ihrer Familie. Damals war sie sechs Jahre alt. Es folgte eine dreieinhalbjährige Lagerhaft, die ihre Schwester nicht überlebte. Nachdem Krieg kehrte die Familie nach Kärnten zurück. Katja Sturm-Schnabl holte die Schulausbildung nach, studierte Slawistik, später folgten Promotion und Habilitation. Seit 1984 lehrte und forschte sie an der Universität Wien. Ihr Forschungsgebiet ist die südslawische Literatur- und Kulturgeschichte und deren Bedeutung im Dialog von Minderheit und Mehrheitsgesellschaft in Österreich.
Nach einem einführenden Vortrag von Frau Prof. Dr. Katja Sturm-Schnabl folgt ein Gespräch zwischen der Referentin und Dr. Dietmar Sedlaczek.

 

Donnerstag, 30. Januar 2020, 18.00 Uhr

Wir erinnern!

Ort: KGS Moringen, Waldweg 30, Moringen

Schüler*innen der KGS Moringen berichten über ihre Reise in die KZ-Gedenkstätte Auschwitz im September 2020. Die Veranstaltung steht im Zeichen des Gedenkens an die ehemaligen jüdischen Bürger*innen Moringens und an die aus Moringen nach Auschwitz deportierten Häftlinge des Jugend-KZ.

Eine Veranstaltung der KGS Moringen in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Moringen

 

31. August – 7. September 2019

Studienreise für Jugendliche und junge Erwachsen nach Oświęcim (Auschwitz) und Krakau

Für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 17-25 Jahren bietet die KZ-Gedenkstätte Moringen eine Studienreise nach Polen an. Im Mittelpunkt der Fahrt steht ein Aufenthalt in der Gedenkstätte Auschwitz. Neben Führungen durch das Stammlager und Auschwitz-Birkenau gehört ein Arbeitseinsatz zum Erhalt des Gedenkortes zum Programm. Ein Workshop zum Thema medizinische Experimente ergänzt die inhaltliche Beschäftigung mit der Geschichte des Vernichtungsortes. Auch die nahe dem ehemaligen Konzentrationslager gelegene Stadt Oświęcim (Auschwitz) werden die Teilnehmer besuchen und dort das einstige Zentrum des jüdischen Lebens erkunden. Im Rahmen eines eintägigen Ausflugs besteht die Gelegenheit, Krakau und die Schindler-Fabrik zu besichtigen. Nähere Angaben zum Programm finden sich auf der Website der Gedenkstätte.

Die Teilnahme an der Reise setzt die Bereitschaft zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus voraus.

Geleitet wird die Studienreise von Arne Droldner( KZ-Gedenkstätte Moringen) und Stefan v.Huene (KGS Moringen).

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 200 €.

Informationen und Anmeldung als Download

Für weitere Informationen und Anmeldungen:

Stefan v. Huene, stefan.von.huene@kgsmoringen.com, 05554/9956258 oder KZ-Gedenkstätte Moringen,

info@gedenkstaette-moringen.de, 05554/2520

 

 

 

 

Pressemitteilung

AG Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager gegründet

 

Erklärung vom 13.12.2018

Gedenkstätten zur Erinnerung an die NS-Verbrechen in Deutschland rufen auf zur Verteidigung der Demokratie 

 

 

 

 

Neue Ausstellung und Präsentation

Präsentation und Ausstellung zur Ankunft der Häftlinge und Einführung in die Geschichte der Moringer Konzentrationslager