KZ-Gedenkstätte Moringen

Neue Präsentation und Ausstellung in der Kommandantur

Seit dem 10. März 2017 verfügt die KZ-Gedenkstätte Moringen über ein neues Angebot im Eingangsraum der ehemaligen Kommandantur des KZ Moringen.

Für die Besucher_innen der Gedenkstätte steht der Besuch des Eingangsraums am Beginn einer Führung. Hier erwarten sie nun eine mediale Präsentation zur Ankunft der Häftlinge. Es handelt sich beim Eingang um jenen Raum, den viele Häftlinge unmittelbar nach ihrer Ankunft im Lager betreten haben. Hier erlebten sie das erste Mal gewaltgeladene Rituale der Bewacher und der SS, hier begann der Prozess der Entpersönlichung der Häftlinge – die Reduktion des Menschen auf eine Nummer.

Neben der medialen Präsentation wurde ebenfalls eine neue Ausstellung zur Einführung in die Geschichte des historischen Ortes erarbeitet. Sie kann sowohl der Vertiefung dienen als auch unabhängig von der Präsentation genutzt werden. In einer Zeitleiste sind die verschiedenen Einrichtungen in Text und Bild dokumentiert, die hier nacheinander, zum Teil auch zeitgleich, in den vergangenen bald 300 Jahren bestanden haben. In einem weiteren Ausstellungsbereich sind Biographien von weiblichen und männlichen Häftlingen der Moringer Konzentrationslager vorgestellt.

 

 

 

Video

Reportage von Eckhard Senger Neue Präsentation und Ausstellung in der Kommandantur

Rundfunk

Bericht von Tina Fibiger im StadtRadio Göttingen Neue Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Moringen

Zeitung

Roland Schrader berichtet über die neue Präsentation und Ausstellung in der HNA vom 11.3.2017 Bedrückende Stille im Raum. Eröffnung des neugestalteten Eingangs in der Kommandantur des ehemaligen Konzentrationslagers

Reimar Paul schreibt im Bremer Weser Kurier vom 13.3.2017 KZ Gedenkstätte neugestaltet

Ausführung und Team

Die grafischen und gestalterischen Arbeiten wurden von der Agentur Hinz und Kunst aus Brauschweig, ausgeführt. Der Filmemacher Peter Wentzler realisierte die mediale Präsentation. Zum Ausstellungsteam gehörten Arne Droldner und Dr. Regina Löneke. Die Konzeption und Projektleitung lag bei Dr. Dietmar Sedlaczek. 

Förderung

Das Projekt wurde aus Mitteln der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten gefördert.