KZ-Gedenkstätte Moringen

Archivbestände und Datenbanken

Überblick

In ihrem Archiv verwahrt die KZ-Gedenkstätte Moringen die mit ihrer Gründung übernommenen und seither gesammelten archivwürdigen Unterlagen und stellt diese zur Nutzung bereit.

Inhaltlich gliedert sich das Archiv in die Bereiche
• Konzentrationslager Moringen 1933-1945
• DP-Camp Moringen 1945-1951 
• Erinnerungskultur.
Hinzu kommen kleinere Sammlungen vor allem zum Werkhaus Moringen und zur NS-Zwangsarbeit im Landkreis Northeim.

Seit 2010 wurden in mehreren Projekten die Archivalien erschlossen und begonnen, sie mithilfe einer Datenbank-Software zu verzeichnen. Gefördert wurden die Arbeiten von der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und der Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim.

 

 

Notwendige Recherchen in anderen Archiven
Auch 70 Jahre nach dem Ende nach dem Ende der NS-Herrschaft stoßen wir in Archiven auf wichtige Dokumente zur Geschichte der Moringer Konzentrationslager. (D. Sedlaczek)
Im Mittelpunkt des Interesses stehen die Verfolgungswege der Häftlinge und die Haft-gründe. Als der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen 2007 sein Archiv für die Wissenschaft öffnete, konzentrierte sich die Recherche zunächst auf die dortigen Unterlagen, die auch für die Gedenkstätte Moringen von unschätzbarem Wert sind. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Recherche zu einzelnen Biografien in den für die jeweiligen Herkunfts- und Haftorten zuständigen Ar-chiven. In den vergangenen Jahren konnten auf diese Weise mehrere Hundert neue Namen von Häftlingen ermittelt werden.

 

Kurz & knapp

Bestände

Im Gedenkstättenarchiv befinden sich Materialien unterschiedlichster Art: Berichte, Interviews, Fotos, Presseartikel, Korrespondenzen, A/V-Medien, zahlreiche Deponate sowie die Ergebnisse bisheriger Forschungsprojekte. Die Bestände bauen auf den vorgefundenen Sammlungen auf und sind nach Herkunft, Medium bzw. Thema definiert:

Bestandsübersicht [pdf]

Datenbanken

In internen Datenbanken der Archivsoftware FAUST EntryArchiv werden die einzelnen Akten und Dokumente über Schlagworte detailliert erfasst und zusammengeführt, so dass hier bestandsübergreifend nach Namen, Orten und vordefinierten Sachbegriffen recherchiert werden kann.

Datenbanken (Excel-Tabellen) zu den Häftlingen der drei Moringer Konzentrationslager geben einen Überblick und ermöglichen uns die Auswertung nach bestimmten Gesichtspunkten.

Digitales Archiv

Um die Archivalien auch langfristig zu sichern, wurden sämtliche Originalmaterialien und Erinnerungsberichte digitalisiert. Dokumente und analoge Fotos wurden gescannt, Karten und Objekte abfotografiert. Auf diese Weise kann mit ihnen am Computer oder in Form von Ausdrucken gearbeitet werden. Digitalisiert und aufbereitet wurden zudem rund 150 Stunden Interviews, Radio- und Fernsehsendungen sowie Dokumentarfilme.